Real-Life Twittern gegen Guttenberg

Am Samstag demonstrierten 300 – 1000 Menschen (je nach Zählweise) in Berlin gegen den Zustand, dass zu Guttenberg immer noch Verteidigungsminister ist. Motto: Gutt Bye! Dem Lügenbaron den Schuh zeigen. Eine nette Demo, sehr motiviert, kurze, aber effektive Strecke (Potsdamer Platz bis Verteidigungsministerium).

Dazu war sehr kurzfristig nur per Twitter & Co. mobilisiert worden und ich frage mich, ob dieser Umstand oder aber das Thema der Grund dafür war, dass es sich kaum ein Traditionsmedium leistete, auf den Bericht zu verzichten? Die komplette Liste gibt’s bei Metronaut.

Depta hat mich und Andrej während der Demo für Radio Corax interviewt, nacheinander übrigens, was vielleicht gewisse Redundanzen erklärt:

(mp3, 5,9mb)

Es gibt eine Menge Fotos, von mir auch:

#Guttbye Guttenberg - Demo 26.2.11

#Guttbye Guttenberg - Demo 26.2.11

#Guttbye Guttenberg - Demo 26.2.11

#Guttbye Guttenberg - Demo 26.2.11

#Guttbye Guttenberg - Demo 26.2.11

#Guttbye Guttenberg - Demo 26.2.11

 

Web 2.0 Suicidemachine, Arscenic.tv und iRights.info Donnerstag in Berlin

Morgen gibt es eine exquisite Veranstaltung in Berlin, die mehr Aufmerksamkeit verdient:

Kunst Apotheke Salon
20-23 Uhr im Alten Finanzamt, Schönstedtstraße 7 im Hof, U7 Rathaus Neukölln

Mit drei Präsentationen zu Web 2.0 Suicidemachine, Arscenic.tv und iRights.info

Der Text dazu:

Kiss or Kill Facebook? 500 million friends, 33 billion business, even Hollywood now wants to cash in with the new release film ‘The Social Network.’
What are we without having our ’faces’ on Facebook?
What have we become when we have more ‘friends’ online than in real life?
Will the hype for social networking tip over?

Today, most social networks are invested by financial conglomerates, what are the consequences of digital citizen’s voluntary disclosure of their private life online?
Will these social networks transform the Big Brother into a banal controlling system?
Are we evolving into a denounced population through these self surveillance tools?
Will total disconnection be the only alternative?

Mit:

Web2.0 Suicidemachine
moddr_ from Rotterdam/Berlin (Danja Vasiliev, Gordan Savicic and Walter Langelaar) are experimentalists and interventionists on the edge of digital life and everyday technology.

Arscenic.tv
Quentin Drouet – meida art curator/Spip program developer – Luxembourg/Berlin

iRights.info
Valie Djordjevic – editor of iRights.info/FACES mailing list coordinator – Berlin

Die Zeitschrift als Waffe. Mehr Durchsuchungen in Berlin.

Against Banned Books Am Freitag gab es Durchsuchungen in Berlin, die mittlerweile sowas wie Tradition haben. Es wurden „vier Buchläden der linken Szene durchsucht„. Weil dort Exemplare der illegalen Zeitschrift Interim vermutet wurden, und darin aktuell „zu militanten Aktionen gegen die Feiern zum Einheitstag am 3. Oktober in Bremen aufgerufen“ werde (Berliner Zeitung). Den bewussten Aufruf gibt es seit Ende August auch online, ohne dass meines Wissens bisher gegen die betreffenden Websites vorgegangen worden wäre.

Ich halte das für ein Thema, dass alle die interessieren sollte, die etwas gegen Zensur im Netz haben – denn hier geht es um die Verfolgung der ‚Offline-Provider‘, der Buchhändler.

Tradition haben die Durchsuchungen, denn:

Innerhalb des letzten Jahres wurden die Läden von Schwarze Risse fünfmal, der Infoladen M99 viermal und der Buchladen oh21 und der Antifa-Laden Fusion/Red Stuff zweimal durchsucht. Weiterhin kam es im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen der Zeitschrift Prisma zu einer Hausdurchsuchung beim Domaininhaber der Internetseite projektwerkstatt.de und in Folge der staatlichen Repression zur vorübergehenden Abschaltung der Internetseite durch den Provider JPBerlin. (Aus einem gemeinsamen Text der betroffenen Buchläden)

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