Baden-Württemberger LKA-Spitzel ent-deckt

Die Antifaschistische Initiative Heidelberg, selbst vom im Dezember in Baden-Württemberg enttarnten Spitzel betroffen, erklärte heute, dass dessen Identität aufgeklärt worden sei:

Die Identität des Mannes, der unter der falschen Identität als „Simon Brenner“ über ein Jahr für das Landeskriminalamt Baden-Württemberg in Heidelberg legal arbeitende linke Gruppen ausspioniert hat, ist geklärt.

Die Hackergruppe „Spitzel sind das Allerletzte“ hat den Beamten nun als Polizisten aus Radolfzell am Bodensee identifiziert. Weitere Details und Belege sind unter der Internetadresse http://linksunten.indymedia.org/de/node/31404 veröffentlicht.

Es ist bezeichnend, dass solche informelle Aufklärungsarbeit nötig ist, weil sich LKA und Innenministerium mit Schweigen aus der Affäre ziehen zu können glauben. Wir fordern das Innenministerium erneut auf, die illegalen Machenschaften des LKA restlos aufzuklären. Wir fordern die baden-württembergische Landesregierung des weiteren auf, endlich die Verantwortung für den Skandal zu übernehmen und politische und personelle Konsequenzen zu ziehen.
Ein Innenminister Heribert Rech, in dessen Zuständigkeit eine solche Aushebelung rechtsstaatlicher Standards geschieht und der durch sein Schweigen die Aufklärung aktiv zu verhindern versucht, ist nicht mehr tragbar.

Antifaschistische Initiative Heidelberg (AIHD)

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte – möglichst mit Rückrufnummer – an die e-mail-Adresse aihd@gmx.de

Auch dazu:

FAZ: Der Verdacht

Neues Deutschland: Es wird zurückermittelt

5 thoughts on “Baden-Württemberger LKA-Spitzel ent-deckt

  1. Für Nachfragen wenden Sie sich bitte – möglichst mit Rückrufnummer – an die e-mail-Adresse …

    Das ist ja mal eine putzige Verwendung von Email…

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  4. Hallo Anne,

    wie stehst Du dazu, dass unter dem in der Presseerklärung genannten Link persönliche Daten von Familienmitgliedern von „Simon Brenner“ veröffentlicht wurden? Finde ich etwas fragwürdig, dass hier unkommentiert zu posten.

  5. @hc
    Hallo hc,

    ich bin kein Fan von Sippenhaft. In diesem Fall schien mir die Information an sich aber wichtig genug, um die Pressemitteilung samt Link wiederzugeben. Ohne Link wäre die Pressemitteilung wenig informativ, oder? Mit dem Namen Simon Bromma braucht es eine einfach Google-Suche, um auf die Wohnadresse in Radolfzell zu kommen und ich nehme an, dass die meisten Menschen in Radolfzell, die Simon Bromma kennen, auch wissen, wer sein Bruder und sein Vater sind. Dass die auch Polizisten sind und wo sie jeweils arbeiten, finde ich nicht besonders relevant. Mehr wird über sie aber nicht beschrieben. Insofern finde ich das nicht besonders schön – die ganze Geschiche ist ja auch nicht besonders schön -, aber in dem Fall nicht zu ändern. Deswegen gar nicht darauf hinzuweisen, war keine Alternative.

    Auf die Geschichte hinzuweisen ohne die zwei Sätze zu Vater und Bruder, wäre nicht möglich gewesen und deswegen habe das in Kauf genommen. Hätte ich das extra kommentiert, hätte ich noch deutlicher darauf hingewiesen – darin sehe ich keinen Sinn. Wie beschrieben: ich finde die Nennung nicht besonders spektakulär.

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