Der Computer

Über die Schmerzen einer Mutter beim Betrachten der Arbeitsmaterialien eines Drittklässlers im Jahr 2011.

Und ich freue mich schon auf die nächsten Schwafeleien über die Bedeutung von Bildung in einer der nach eigener Definition weitentwickeltsten Industrienationen.

 

15 thoughts on “Der Computer

  1. Power? WTF? Aber ist doch nett, dass die in der Schule nicht nur Geschichte und Computer sondern auch Computergeschichte lernen.

  2. Kommt mir irgendwie bekannt vor, so ähnliche Arbeitsblätter hatten wir in den 90’gern auch.
    Die Schule bereitet also aufs Leben vor?

  3. WTF? Mann, da reicht ein WTF nicht. W.T.F?

    Diskette? Ich welchem Jahrtausend leben wir? Wo haben sie das Arbeitsblatt ausgegraben? Bei der Höhlenforschung?

  4. So abwegig ist das doch gar nicht. Die orientieren sich doch einfach nur an den aktuelle ICEs die bekanntlich noch immer mit Disketten die Daten für ihre Reservierungen bekommen…

  5. Das ist doch klar, dass das Arbeitsblatt so aussieht. Ist schließlich orientiert an den PCs in der Schule.

  6. Naja, wundert mich jetzt nicht wirklich. Bei uns waren in den Atlanten immer noch die Sowjetunion und die DDR… ich wurde 1991 eingeschult und das kam auch in der Mittelstufe noch vor… danach vermutlich nur deswegen nicht mehr, weil ich Erdkunde abgewählt hatte…

  7. Mich schockiert eher mit welchen Methoden die Kinder Computer lernen. So wird ihnen der Spaß daran vergällt.
    Lasst sie doch einfach am Computer herumspielen, statt Begriffe auswendig lernen!
    Gebt ihnen ein Linux-Notebook (300-400€) und lasst ihnen es installieren. Und wenn es schief geht, na und ?
    Oder installiert es vor. Und lasst sie damit mit geeigneten Lernprogrammen ausprobieren.
    Aber wahrscheinlich geht das alles finanziell und organisatorisch nicht…

  8. An der Schule an der ich die Rechner mit betreue, gibt es reichlich Legacy-Zeugs, wie Diskettenlaufwerke. Und nicht ein Rechner steht da, der nicht ein langes Arbeitsleben hinter sich hätte. Linux scheitert an der Mentalität der Lehrer, die ihr Betriebssystem als MS Office bezeichnen und so dümpelt eine Armada von Altrechnern mit XP und Lernsoftware von 1997 vor sich hin.

    Die Realität dt. Bildungswesens ist kaum an der Genius-Bar zu diskutieren.
    gruesse aber schade
    panfred

  9. Mit dem Bild dürften heutzutage Kinder nicht viel in Verbindung bringen. Außer vielleicht der Lehrerin lustige Fragen zu stellen: „Du Fräulein Lehrerin, wo ist denn der Diskettenschlitz bei meinem iPad?“ Oder „Wozu brauchte man denn Tastaturen?“

  10. Wie geil! 🙂

    Aber man soll sich nichts vormachen – ein Kunde kam neulich an und beschwerte sich, sein „neuer“ Computer würde kein Diskettenlaufwerk mehr haben. Wie soll er denn jetzt diese „Office-Tabelle“ von A nach B bekommen? Ich habe ihm dann einen USB-Stick gekauft.

    Ansonsten sieht der Computer so aus wie die bei uns in der Schule (vor einigen Jahren) im Computerraum. Ausgestattet mit dem modernsten Windows 95 (teilw. 3.1) und einem Ringnetzwerk.

    Eigentlich benötigt man für jeden Schüler einen Schulcomputer – gerne auch im Pult irgendwie integriert – der von einem sauberen Image bootet und sich so zentral aktuell und sicher halten lässt. Mit Lernsoftware, die den Schülern etwas bringt, Google-Earth, Wikipedia, mathematische Programme, Zugang zum Schulforum, Stundenplan, Lernvideos, Lernprogrammen usw.

    Schließlich soll man in der Schule mit Computern lernen. Etwas über Computer zu lernen wäre vor 20 Jahren angemessen gewesen.

  11. Immerhin kommen schon CD-ROMs vor, und Maus und Tastatur sind offenbar drahtlos. Mich würde auch noch irritieren, dass das Menü ein Merkmal der jeweiligen Anwendungssoftware ist… Ich schreib das übrigens an einem PC, der mit Windows XP und Office 2003 hervorragend funktioniert.

    Was das Lernen mit Computern angeht, bin ich übrigens konservativ. Kinder sollen von ihren Lehrerinnen und Lehrern etwas lernen. Die allermeisten Beispiele, wo Kinder „mit Computern lernen“, die ich kenne, laufen darauf hinaus, dass sie irgendeine Information aus dem Netz fischen und ihnen keiner bei der Bewertung des Gefundenen hilft. Dann sollte man den Hype Hype sein lassen und mit Tafel und Kreide arbeiten.

    Im übrigen bemängelt mein Firefox die Zertifikate von noblogs.org, Frau Lehrerin.

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