„My liberation as a man is tied to your liberation as a woman“

Tony Porter: A Call to Men

(via)

Dazu passt noch Das moderne Leben: Gedichte im XING-Postfach.

Thematisch nur entfernt – der Text hat auch mit der Rolle von Frauen und Männern in der Gesellschaft zu tun, das war’s dann auch schon. Aber genauso großartig gemacht:

Frauen sind auf Internet-Konferenzen so selten wie der sibirische Tiger, denn ihr Fell scheint interessanter als ihr Knurren. Für eine gemeinsame Sprache braucht es jedoch nicht mehr Wissen über Technik, sondern einen Crash-Kurs in modernem Leben.

Was passieren muss, damit in einem beruflichen Umfeld studierte, mehr oder wenig gut bezahlte, erwachsene, vermutlich sogar mit Frauen liierte Männer anfangen, die Wortbeiträge einer Frau mit Kommentaren zu versehen, die jegliche der zuvor genannten Attribute widerlegen und einzig allein den Schluss zu lassen, dass diesen Männern nur ein einziges Wort gerecht wird: strunzdumm, ist mir ein Rätsel.

Niedrige weibliche Bewerberzahlen für Führungspositionen, müssen nicht bedeuten, dass Frauen nicht führen wollen. Sie wollen es nicht in diesem Unternehmen. Es bräuchte keine Frauenquote, gäbe es einen Aktionsplan für den Abbau von Dummheit und den engstirnigen Vorstellungen, wie eine Frau, wie ein Mann zu sein hat, vor allem im Beruf.

Applaus, Frau von Ávila.

4 thoughts on “„My liberation as a man is tied to your liberation as a woman“

  1. Die Antidiskriminierungskeule nimmt ironischerweise auch dem Feminismus die Möglichkeit, seine Stärke zu beweisen.

    Konnten sich Frauen vorher mal sagen: Hey, den ergrauten Eminenzen zeigen wirs, wir starten mal eine frauengeführte Firma, bleibt ihnen jetzt nur noch die Option, sich in männerdominierte Positionen reinzuklagen / reinzuschreiben.

  2. Pingback: annalist » “My liberation as a man is tied to your liberation as a …

  3. Pingback: Miriams Blog » “I would be free”

  4. nach so einer formulierung habe ich schon lange gesucht. die hat herr porter sehr schön gewählt.

    .~.

Comments are closed.