Angst essen Denken auf: DIW-Studie zu Angst vor Terrorismus

Sieben Jahre nach den Anschlägen vom 11. September sorgen sich die
Deutschen mehr um den globalen Terrorismus als um ihre persönliche
wirtschaftliche Lage.

Die Befunde sind wichtig für den politischen Umgang mit Terrorismus. Wer sich große Sorgen macht, wird
eher bereit sein, Einschränkungen zu akzeptieren – etwa bei Bürger- und
Freiheitsrechten.

Das sagt nicht irgendein dahergelaufener Bürgerrechtsspinner, sonder die DIW-Expertin Cathérine Müller.

Mehr dazu im DIW
Wochenbericht 37/2008.

Schön ist die Schwerpunktsetzung beim Vergleich ‚Angst vor Terrorismus‘ vs. ‚Angst um persönliche wirtschaftliche Lage‘.
Im Text weiter unten spielen Bürgerrechte aber durchaus auch ein Rolle. Das wird sicher in den nächsten Tagen durch die Medien gereicht werden, wir dürfen gespannt sein.

3 thoughts on “Angst essen Denken auf: DIW-Studie zu Angst vor Terrorismus

  1. Da zeigt sich, dass das Vorgehen einiger Politiker effektiv ist. Erst wird gesagt, dass die Bedrohung durch Terrorismus so groß wie nie zuvor ist. Anschließend werden Gesetze zur Erhöhung der Sicherheit als Königsweg angepriesen. Und anschließend wird Kritik an solchen Gesetzen als Panikmache abgetan, schließlich bezögen sich solche Gesetze lediglich auf ganz wenige Ausnahmefälle.

    Wenn man darüber nachdenkt müsste man sich ja eigentlich fragen, wieso massive Einschränkungen der Bürgerrechte aufgrund der überragend großen Terrorgefahr überhaupt notwendig sind, wenn der Anwendungsbereich der Gesetze lediglich seltene Einzelfälle erfasst und die konkrete Gefahr einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen daher logischerweise so groß nicht sein kann.

    Manchmal kommt man sich von einigen Politikern wirklich verarscht vor…

  2. da hab ich aber letztens was ganz anderes gelesen:

    „Die geheimen Ängste der Deutschen – Der starke Anstieg der Lebensmittel- und Energiepreise macht den Bundesbürgern mehr zu schaffen als alles andere. 76 Prozent fürchten, künftig noch mehr Geld für den täglichen Bedarf ausgeben zu müssen. Das geht aus der am Donnerstag in Berlin von der R+V-Versicherung veröffentlichten GfK-Studie „Die Ängste der Deutschen 2008“ hervor“
    http://www.focus.de/…r-deutschen_aid_331054.html

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