Die BAW und die DNA

Die BAW ist gar nicht so langsam, wie es erst den Anschein hatte! Vor drei Wochen sah es noch so aus, als ob sie (eigentlich das BKA, vermutlich) in fünf Monaten nicht geschafft hätten, eine lausige DNA-Probe auszuwerten (siehe BAW .. wieder .. gaaanz .. schnell). Jetzt hat Andrejs Anwältin aber noch einen Brief gekriegt, in dem richtiggestellt wird, dass das gar nicht stimmt, weil

das DNA-Identifizierungsmuster Ihres Mandanten selbstverständlich bereits vorliegt, (…)

Selbstverständlich. Wie konnten wir das je in Frage stellen.

Was sie aber noch nicht geschafft haben ist, Andrejs DNA mit den "zahlreichen Asservaten" abzugleichen, die sie gesammelt haben. Also: das BKA ist gar nicht so lahm, sondern das braucht eben einfach seine Zeit. 

 

Außerdem ist Andrej an der Dauer der Ermittlungen quasi selber Schuld, weil bei ihm "zahlreiche verschlüsselte Datenträger" sichergestellt wurden. Wenn er sich "entschließen könnte", das Passwort rauszurücken, ginge das angeblich alles viel schneller. Glauben wir sofort.

Im übrigen auch das ein bekanntes Motiv.

11 thoughts on “Die BAW und die DNA

  1. leuchtet voll ein, so ne verschlüsselte datei, da kann ich ja die dna spuren nicht mit vergleichen, äh… hä?

  2. Wow. Nur wenn man das Passwort rausrückt, wird alles schneller bearbeitet. Was für eine Logik ist das den?

    Sind aktuell noch Maßnahmen, wie Überwachungen, die auch gezielt so eingesetzt wird, das ihr es mitbekommt, im Gange?

  3. Vom Binnen-I zur Neutralisierung des eigenen Lebensabschnittsgefährten. Ich bin gespannt wie’n Flitzebogen was als nächstes kommt.

    Völlig unabhängig davon: Mein aufrichtiges Mitgefühl für diese ganze Behördenscheiße.

  4. Hallo FeindIn des großen I,

    Du hinterlässt in unregelmäßigen Abständen und unter wechselnden Namen (scheint mir) Kommentare, in denen deutlich wird, dass Dir die Schreibweise mit großem I nicht gefällt. Mir geht das anders, das siehst Du ja. Du teilst Deine Meinung mit allerhand Menschen und sie ist mir in verschiedener Form schon begegnet. Ich werde das nicht ändern. Die Argumente dafür kennst Du sicherlich.

    In diesem speziellen Artikel kommt es nicht mal vor, so dass ich zunehmend den Eindruck habe, dass Du hier etwas auslebst, was mit mir, uns, diesem Blog nicht viel zu tun hat. Bitte mach das in Zukunft woanders, denn auch andere LeserInnen haben Dein Anliegen jetzt sicherlich zur Kenntnis genommen, sicher auch eine Meinung dazu und damit reicht’s ja dann auch.

  5. Haben die eigentlich die Urkopien der verschlüsselten Datenträger mitgenommen, oder habt ihr gnädigerweise Kopien davon behalten dürfen, oder bekommen?

  6. Naja, Anne, wir wissen ja, daß du Genus und Sexus nicht auseinanderhalten kannst… Unbildung als Alleinstellungskriterium?

  7. Ich glaub, ich hab hier schon mal unter anderem Namen kommentiert, da bin ich allerdings nicht auf dem Binnen-I rumgeritten.

    Ansonsten hast Du natürlich recht. Die unregelmäßigen Abstände erklären sich dadurch, daß ich vor allem reite, wenn mir langweilig ist; und meine Langeweile hat tatsächlich verflixt wenig mit dem hiesigen Themenbereich zu tun.
    Zu meiner Entschuldigung möchte ich anführen, daß mir das immer ein bißchen weh tut, wenn ich solche todernstgemeinten Sprachvergewaltigungen von Leuten lesen muß, die ansonsten ganz offensichtlich kerngesund und grundgescheit sind. Dann steh ich zwischen der Tugend, jeden nach seiner Fasson selig werden zu lassen, und dem inneren Drang, die Welt zum Guten zu bekehren. Und ein bißchen hatte ich auch gehofft, mein Necken wird mit Humor genommen, aber der war womöglich einfach zu unglücklich vorgebracht, mein Humor, die arme Sau.

    Jedenfalls will ich in Zukunft meine Klappe halten.
    Nix für ungut,
    der versöhnlichste Feinder, wo gibt.

  8. Und zur Sache:
    Ich denke, eine Kopie von beschlagnahmten Datenträgern bekommt man erst, wenn zweifelsfrei klar ist, daß die Daten keinen Schaden anrichten können (Bombenbauanleitungen), was wohl erst dann der Fall ist, wenn die Auswertung komplett abgeschlossen und eine Kopie überflüssig ist.
    Abgesehen davon gibt’s bestimmt noch bürokratische Gründe dagegen. Ich hab sogar schon gelesen, daß die Polizei beschlagnahmte Sachen auch einfach für den Eigenbedarf behalten darf.

  9. @Skraave:

    > Ich hab sogar schon gelesen, daß die Polizei
    > beschlagnahmte Sachen auch einfach für den Eigenbedarf
    > behalten darf.

    So einfach ist das nicht. Beschlagnahme ist nicht Einziehung. Letzere ist dauerhaft, setzt aber ein rechtskräftiges Urteil voraus.

    Die Methode, verschlüsselte Daten – natürlich zusammen mit der Hardware – einfach so lange zu beschlagnahmen, bis der Eigentümer aus purer Not den Schlüssel herausrückt, würde ich eher als Erpressungsversuch werten – würde ich als Privatperson mir sowas erlauben, drohten bis zu fünf Jahre gesiebte Luft.

  10. Ein Glück für den Staat, dass seine eigenen Gesetze nicht für ihn gelten 😉

    Es gab doch erst jüngst diesen Fall, ich glaub ich parteibuchblog, dass die Polizei ein, O-Ton „superschnellen“, MedionPC einbehalten wollte.

  11. > Beschlagnahme ist nicht Einziehung. Letzere ist
    > dauerhaft, setzt aber ein rechtskräftiges Urteil voraus.
    Dann hab ich da wohl was durcheinandergebracht.

    Du als Privatperson darfst sowieso jede Menge Sachen nicht, die der Staat andauernd machen darf oder sogar muß. Abgesehen davon find ich die Erpressung hier natürlich auch voll Moppelkotze. Aber man steckt halt nicht drin in der BAW. Daß der Beruf einen formt, sieht man ja an etlichen Politikern.

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