Die Lehren des Rosenbergprozesses
Von Michael Meeropol und Robert Meeropol.
Vorbemerkung des Übersetzers: Am 11. September 2008 wurden eine Reihe von Dokumenten zum Prozeß gegen Ethel und Julius Rosenberg auf der Internetseite des unabhängigen National Security Archive erstmals veröffentlicht. (http://www.gwu.edu/~nsarchiv/news/20080911/index.htm) Zugleich erschien in der New York Times ein Artikel mit überraschenden Aussagen von Morton Sobell, einem Verteidiger der Rosenbergs. Auf die daran anknüpfende Diskussion reagierten die beiden Söhne der Rosenbergs, Michael und Robert Meeropol, mit eigenen Stellungnahmen. Der folgenden Text antwortet auf einen Kommentar von Ronald Radosh in der Los Angeles Times vom 17. September. Er erschien in der LA Times am 5. Oktober 2008. Inzwischen sind auf der Website nsarchive.org weitere Dokumente zum Prozeß veröffentlicht worden.
Wir sind die Söhne von Ethel und Julius Rosenberg. Wir waren kleine Kinder – 10 und 6 Jahre alt – als unsere Eltern auf dem elektrischen Stuhl in Sing Sing getötet wurden, weil sie das "Geheimnis der Atombombe" der Sowjetunion verraten haben sollen.
...
Dieser Fall enthält eine klare Warnung. Er zeigt Tendenzen unserer Regierungen öffentliche Furcht zu erzeugen und auszubeuten, Bürgerrechte zu zerstören und die Verfahren der Justiz zu manipulieren. In unsere heutigen politischen Situation haben sich die Ziele der Vorwürfe geändert, aber die Taktiken der Mächtigen sind ziemlich die gleichen.
- Das englische Original in der LA Times: The essential lessons of the Rosenberg case
- Das Buch von Robert Meeropol: "Als die Regierung entschied, meine Eltern umzubringen"
- »Ohne Solidarität hätten wir nicht überleben können«. Gespräch mit Robert Meeropol. Über seine Eltern Ethel und Julius Rosenberg, über Justizmorde und die Rosenberg-Stiftung (junge welt 28.6.08)
Kommentare:
0 Kommentar(e) zu "Die Lehren des Rosenbergprozesses"
Artikel kommentieren




