Archiv für 15. Juni 2010
Um auch mal wieder zu erbaulicheren Dingen zu kommen: vor
einigen Stunden hat in San Jose, Silicon Valley, die CFP 2010 begonnen.
Der
Name sagt schon viel: die 20. jährliche Konferenz der Association for
Computing Machinery (ACM) beschäftigt sich dieses Jahr neben den
allgemeinen Themen Computer, Freiheit, Privatsphäre vor allem mit allen
Arten von Netzwerken: soziale, kommunikative, Informations- und
physische Netzwerke (Call).
Die wenig schüchterne Beschreibung auf der Konferenzwebsite: "The
leading policy conference exploring the impact of the Internet,
computers and communications technologies on society".
Die Liste der
ReferentInnen ist beeindruckend, to say the least.
Wie sich das für so Konferenzen gehört, wird Web 2.0 auf allen Kanälen
(na, fast) bedient. Einiges wird gestreamt (Zeitverschiebung 9 Stunden rückwärts – aktuelle
Uhrzeit in San Jose).
Das gesamte Programm / Stream-Programm
/ Speakers /
Twazzup-Site (Twitter + Stream
+ News) / Blog / Twitter
/ Hashtags: #cfpconf und #BillOfRights
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Um auch mal wieder zu erbaulicheren Dingen zu kommen: vor
einigen Stunden hat in San Jose, Silicon Valley, die CFP 2010 begonnen.
Der
Name sagt schon viel: die 20. jährliche Konferenz der Association for
Computing Machinery (ACM) beschäftigt sich dieses Jahr neben den
allgemeinen Themen Computer, Freiheit, Privatsphäre vor allem mit allen
Arten von Netzwerken: ...
Ich schleiche seit ein paar Tagen um die Antwort
der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Ulla Jelpke zur
‘Politisch motivierten Kriminalität’ herum (zu Statistiken unten auch
Hans-Eckhart Wenzel mit "Santa Statistica").
Ich liebe Tabellen nicht, aber es bildet, hier mal eine Blick
in den Text dazwischen zu werfen. Wir erfahren z.B., dass das
Innenministerium (BMI) und damit die Regierung in den meisten Fällen
ziemlich wenig über das wissen, was als politisch motivierte
Kriminalität gezählt wird. Ulla Jelpke fasst
das Ergebnis so zusammen:
Die Legende vom gewalttätigen Linksextremismus lässt sich empirisch
nicht beweisen. Die offiziellen Zahlen, die eine Zunahme linker
Gewalttaten belegen sollen, entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als
Seifenblasen. Gerade bei den immer wieder genannten Delikten
‚Widerstand’ und ‚Autobrandstiftungen’ gibt es kaum belastbare Zahlen,
die auf eine Verantwortlichkeit linker Aktivisten hinweisen.
Auf 28 Seiten wird erklärt, dass man das so alles gar nicht fragen kann,
weil die diversen Statistiken auch gar nicht vergleichbar sind. In
einer wird gesammelt, was als abgeschlossene Ermittlung an die
Staatsanwaltschaft abgegeben wurde (PKS – Polizeiliche
Kriminalstatistik), in einer anderen alles, wozu polizeiliche
Ermittlungen aufgenommen wurden (PMK – Politisch motivierte
Kriminalität). Dabei wird auch gar nicht alles statistisch erfasst,
sondern jeweils nur der schwerste jeweilige Vorwurf. PMK wird sortiert
nach ‘links’, ‘rechts’, ‘Ausländer’, ‘sonstige’. Leider wird nicht
definiert, was ‘sonstige’ ist.
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Ich schleiche seit ein paar Tagen um die Antwort
der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Ulla Jelpke zur
\'Politisch motivierten Kriminalität\' herum (zu Statistiken unten auch
Hans-Eckhart Wenzel mit "Santa Statistica").
Ich liebe Tabellen nicht, aber es bildet, hier mal eine Blick
in den Text dazwischen zu werfen. Wir erfahren z.B., dass das
Innenministerium (BMI) ...
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