Es gibt gerade wieder viel Gerede über Facebook (FB) und die Privatsphäre. Während manche die These pushen, wir sollten die Idee, etwas für uns behalten zu wollen, am besten gleich zu den Akten legen, weil das im Grunde reaktionär sei – in anderen Worten auch der FB-Chef Zuckerberg -, regt sich Protest. In den USA auch unter den Leuten, denen im Bereich Neue Medien Autorität zugesprochen wird, ‚den Techies‘. So spürbar, dass darüber geredet geschrieben wird.
Der ACLU, eine bekannte US-Bürgerrechtsorganisation, sieht eine Revolte am Horizont. Gulli berichtet von einem Facebook-Krisentreffen. Die New York Times berichtet gern und ausführlich und hat kürzlich eine Grafik veröffentlicht, die die komplizierten
Einstellungen zu Privatsphäre/Datenschutz bei Facebook
veranschaulicht.
Danah Boyd ist gestern der Kragen geplatzt und sie hat sehr schön Klartext geredet in einer Debatte, die langsam Züge eines Glaubenskriegs entwickelt: "Wir hätten wir nie Homophobie thematisiert, wenn nicht massenhaft Leute zwangs-geoutet worden wären!" "Wir werden viel freier sein, wenn wir zu unseren Fehlern stehen!" "Im Netz kommt früher oder später sowieso alles raus." vs. "Wer sich beobachtet fühlt, ändert das Verhalten – Big Brother lässt grüßen."