Geert Lovink, Netzaktivist und Medientheoretiker wird in der aktuellen iz3w interviewt. Beide verbindet, dass sie gefühlt schon immer da sind.
Die iz3w ist eine Nord-Süd-Zeitschrift, die dem Netz gegenüber noch gewaltig fremdelt. Das Interview enthält aber einiges, das auch für NetzbewohnerInnen interessant sein könnte (und sollte).
Etwa eine interessante Antwort auf die Frage nach den tausend Subkulturen im Netz, die gemeinsames Handeln verhindern und also nicht (mehr) subversiv seien:
Übrigens sehe ich nichts, was wir gegen tausend Subkulturen haben können.
Deutschland, zum Beispiel, braucht viel mehr mutige und kreative
Individuen. Individualisierung in Deutschland wäre das glückliche Ende
des post-faschistischen Projekts. »Nie wieder« heißt doch auch »Nie
wieder Massenwahn«. Die Vielfalt der Subkulturen verhindert so etwas
effektiv. Die Sehnsucht nach großen sozialen Bewegungen hat etwas
Nostalgisches im negativen Sinne … es kann politische Tätigkeit auch
verhindern.